Fünfter Fördervertrag für Schloss Merode in Langerwehe

Mauerwerkssanierung zur Gräfte hin

Bereits viermal half die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) zwischen 2002 und 2010 mit insgesamt über 400.000 Euro bei der Erhaltung von Schloss Merode in Langerwehe.
Nun hilft die Deutsche Stiftung Denkmalschutz erneut bei der Mauerwerkssicherung der Gräften.

Den Fördervertrag über 50.000 Euro überbringt Roland Tauber, Ortskurator Jülich der DSD, bei einem Pressetermin vor Ort am Donnerstag, den 5. Dezember 2019 um 19.00 Uhr an Prinz Albert-Henri de Merode.
Das Schloss ist eines von über 470 Förderprojekten, die die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank privater Spenden und Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

Die viereckige Kastellanlage von Schloss Merode stammt unter Einbeziehung der Grundmauern einer Wasserburg des 12. Jahrhunderts aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Die Ansicht des Schlosses bestimmen
maßgeblich die aus dem 17. Jahrhundert stammenden Barockhauben der vier starken, abwechselnd in Back- und Blaustein erbauten Ecktürme im flämisch-niederländischen Stil.

Die Verbundenheit mit der Bevölkerung zeigt die große Anteilnahme am Geschick der Prinzenfamilie, als das Schloss im Sommer 2000 von einem Brand heimgesucht wurde, der die Dachstühle und Turmaufsätze zerstörte.
Da die Brandversicherung nur bei der Wiederherstellung der zerstörten Dächer half, und das stark in Mitleidenschaft gezogene Obergeschoss, die durch Löschwasser geschädigten Decken, Stuckornamente, Wände, Treppen und Böden
eine die Eigentümerfamilie überfordernde Aufgabe blieben, halfen die Ansässigen durch die spontane Gründung eines Fördervereins und durch die Durchführung von Beräumungs- und Instandsetzungsarbeiten.

Original Content Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Photo: NW_Langerwehe_Schloss_Merode_Liebeskind